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Auftrieb für Flugplatz Cottbus/Neuhausen: Ausbau mit 9,6 Millionen Euro aus Strukturstärkungsgesetz

Der Verkehrslandeplatz Cottbus/Neuhausen wird umfassend ausgebaut. Mit rund 9,6 Millionen Euro Strukturstärkungsmitteln (Gesamtkosten 10,75 Millionen Euro) wird der Flugplatz unter anderem als Testareal für die unbemannte Luftfahrt hergerichtet. Außerdem wird mehr Platz für luftfahrtaffine Unternehmen geschaffen. Die Start- und Landebahn wird befestigt sowie Rollwege und eine Flugfeldtankanlage erschlossen. Den Förderbescheid zur Aufwertung des Flugplatzes zu einem wichtigen Standort für die luftfahrtaffine Wirtschaft übergab der Lausitzbeauftragte des Ministerpräsidenten, Klaus Freytag, heute an den Bürgermeister der Gemeinde Neuhausen/Spree, Dieter Perko.

© Gerald Franz, WFBB

Der Flugplatz soll künftig enger Kooperationspartner des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit seinen Cottbuser Instituten für CO2-arme Industrieprozesse und Elektrifizierte Luftfahrtantriebe sowie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) sein. Auf dem Gelände wollen sich Unternehmen wie Aeroheli International GmbH & Co KG, Vira GmbH und Wave Line Technologies GmbH ansiedeln oder expandieren. Geplant ist zudem der Aufbau des Mobility Campus Neuhausen zur Aus- und Weiterbildung in Berufen der Luft- und Raumfahrt. Der Verkehrslandeplatz wird ferner mit einem 5G-Campus-Netz ausgestattet, um eine zuverlässige Kommunikation in den Bereichen Boden-Boden, Luft-Boden und Luft-Luft zu gewährleisten. Für den Einsatz unbemannter Flugsysteme wird in einem Radius von zehn Kilometern um den Flugplatz eine sichere technische Infrastruktur geschaffen.

Freytag betonte: „Ab jetzt gibt es ordentlich Auftrieb für den Flugplatz Cottbus - sowohl für den Flugbetrieb als auch als neuer luftfahrtaffiner Wirtschaftsstandort. Mit befestigter Start- und Landebahn und erschlossenen Rollwegen sichern wir die Erreichbarkeit der Region mit allen geeigneten Luftfahrzeugen und schaffen wichtige Voraussetzungen für die weitere Ansiedlung von Unternehmen der Luft- und Raumfahrt als einer der Schlüsselbranchen in Brandenburg. Maßgeblich für Standortentscheidungen der Unternehmen ist die Nähe zur BTU und zum Lausitz Science Park."

Die Strukturentwicklung in der Lausitz mit dem geplanten Ausstieg aus der Braunkohle wird über das Strukturstärkungsgesetz des Bundes forciert. Geld wird über zwei Förderarme ausgereicht. Mit Arm 1 stehen dem Land Finanzhilfen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro zur eigenen Verwendung zur Verfügung. Diese Bundesförderung setzt das Land über sein „Lausitzprogramm 2038" und auf der Grundlage eines von der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WRL) moderierten Werkstattprozesses ein. Der heute übergebene Scheck stammt aus diesem Budget. Mit Arm 2 schiebt der Bund in eigener Regie Projekte für die Lausitz an. Dazu stehen bis 2038 mehr als 6,7 Milliarden Euro bereit. Dabei geht es um Projekte wie das ICE-Werk und das Innovationszentrum Universitätsmedizin Cottbus, den Lausitz Science Park, die Technologieinitiative Hybrid Elektrisches Fliegen oder um wichtige Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen.

Weitere Informationen: wirtschaftsregion-lausitz.de und lausitz-brandenburg.de.

 

Quelle: Staatskanzlei Land Brandenburg